Ryuichie Sakamoto (JP)

in Collaboration mit der Jungen Tonhalle
Ryuichi Sakamoto hat noch keine Reggae-Platte gemacht. Er hat auch noch kein Country-Album veröffentlicht. Davon abgesehen, hat er in den letzten 30 Jahren so ziemlich jede Musikrichtung schon mal gestreift. Am bekanntesten sind vielleicht die Alben, die er mit dem Yellow Magic Orchestra eingespielt hat, jener japanischen Band aus den späten 70ern, deren Einfluss auf die Welt des Technopop nur noch mit Kraftwerk vergleichbar ist.
In mancher Hinsicht war das YMO eine Unterforderung. Für den klassisch ausgebildeten Komponisten Sakamoto waren elektronische Popsounds stets nur eine Musikwelt von vielen. Am deutlichsten wird das in seinen Filmkompositionen – in dem Oscar-prämierten Soundtrack zu Bertoluccis „Der letzte Kaiser“, zum Beispiel, der westliche Orchestermusik mit chinesischen Volksweisen verbindet. Oder in der Musik zu „Merry Christmas Mr Lawrence“ (mit David Bowie), einer Mischung aus 80er-Jahre-Synthiepop und japanischen Klängen.
Im Laufe der Jahre wurden Sakamotos Projekte immer größer, seine Einflüsse immer globaler. Ende der 90er stemmte er die Monumentaloper „LIFE.“ Sie wird seinem Anspruch, echte Weltmusik zu schreiben, vielleicht am meisten gerecht. Das Werk enthält Beiträge so unterschiedlicher Künstler wie José Carreras, Salman Rushdie und der kürzlich verstorbenen Pina Pausch; Kooperationen, die den internationalen Ruf Sakamotos mehr unterstreichen als jede mündliche oder schriftliche Würdigung.
Auch in diesem Jahrzehnt bleibt das einzig Vorhersagbare an Sakamoto seine Unvorhersagbarkeit – ob er ein Album mit brasilianischen Sounds einspielt, ein Hilfprojekt gegen Landminen anschiebt, Stücke zum 400. Jahrestag der Stadt Mannheim komponiert oder, um in der Gegenwart anzukommen, eine Platte wie „Out of Noise“ veröffentlicht.
Mit diesem ersten Soloalbum seit fünf Jahren ist er jetzt im Rahmen des approximation festivals in der Düsseldorfer Tonhalle zu sehen.
Es ist eine Crossover-Platte im besten Sinne geworden, eine Verbindung von Klavier und Elektronik, gestern und heute. Aber was sollte man sonst erwarten von einem Musiker, der von sich selbst sagt, er interessiere sich für alles von Beethoven bis zu den Beatles?
Ryuichi Sakamoto hat noch keine Reggae-Platte gemacht. Er hat auch noch kein Country-Album veröffentlicht. Davon abgesehen, hat er in den letzten 30 Jahren so ziemlich jede Musikrichtung schon mal gestreift. Am bekanntesten sind vielleicht die Alben, die er mit dem Yellow Magic Orchestra eingespielt hat, jener japanischen Band aus den späten 70ern, deren Einfluss auf die Welt des Technopop nur noch mit Kraftwerk vergleichbar ist.
In mancher Hinsicht war das YMO eine Unterforderung. Für den klassisch ausgebildeten Komponisten Sakamoto waren elektronische Popsounds stets nur eine Musikwelt von vielen. Am deutlichsten wird das in seinen Filmkompositionen – in dem Oscar-prämierten Soundtrack zu Bertoluccis „Der letzte Kaiser“, zum Beispiel, der westliche Orchestermusik mit chinesischen Volksweisen verbindet. Oder in der Musik zu „Merry Christmas Mr Lawrence“ (mit David Bowie), einer Mischung aus 80er-Jahre-Synthiepop und japanischen Klängen.
Im Laufe der Jahre wurden Sakamotos Projekte immer größer, seine Einflüsse immer globaler. Ende der 90er stemmte er die Monumentaloper „LIFE.“ Sie wird seinem Anspruch, echte Weltmusik zu schreiben, vielleicht am meisten gerecht. Das Werk enthält Beiträge so unterschiedlicher Künstler wie José Carreras, Salman Rushdie und der kürzlich verstorbenen Pina Pausch; Kooperationen, die den internationalen Ruf Sakamotos mehr unterstreichen als jede mündliche oder schriftliche Würdigung.
Auch in diesem Jahrzehnt bleibt das einzig Vorhersagbare an Sakamoto seine Unvorhersagbarkeit – ob er ein Album mit brasilianischen Sounds einspielt, ein Hilfprojekt gegen Landminen anschiebt, Stücke zum 400. Jahrestag der Stadt Mannheim komponiert oder, um in der Gegenwart anzukommen, eine Platte wie „Out of Noise“ veröffentlicht.
Mit diesem ersten Soloalbum seit fünf Jahren ist er jetzt im Rahmen des approximation festivals in der Düsseldorfer Tonhalle zu sehen.
Es ist eine Crossover-Platte im besten Sinne geworden, eine Verbindung von Klavier und Elektronik, gestern und heute. Aber was sollte man sonst erwarten von einem Musiker, der von sich selbst sagt, er interessiere sich für alles von Beethoven bis zu den Beatles?






