Philip Corner (USA)

Mit Philip Corner ist einer der bedeutendsten Persönlichkeiten aus dem Bereich der Moderne zwischen Malerei und Komposition. Corner, der in New York in den 50ern bei Fritz Jahoda, Otto Luening und Henry Cowell sowie in Paris bei Olivier Messiaen studierte, trat Anfang der 60er als eine auffällige Persönlichkeit der Fluxus Bewegung in Erscheinung. Schon früh brachte er kalligraphische Techniken, die er in Korea gelernt hatte, in seine kompositorische Notationspraxis ein und Ergänzte seine Musik mit koreanischen Elementen zu einem komplexen System, welches den Rahmen der Minimal Music bald verließ um eine neue Klangästhetik zu entwerfen. Corner komponierte ein umfangeiches Œuvre aus Pianostücken, Chormusik und Elektronischer Musik. Sein malerisches Werk kann an Umfang und Bedeutung durchaus mit seiner musikalischen Arbeit mithalten. Dabei scheint der inhaltliche Zusammenhang zwischen Bild und klang in Corners werk stets inhärent. So funktioniert sein metaphysischer Minimalismus auf eine nahezu lautmalerisch komplexe Weise, welche die Kunst auch stets als philosophisches Arbeiten versteht.


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